Die Hochwasserpartnerschaft „Untere Blies" wurde am 10. Dezember 2009 und die  grenzüberschreitende Hochwasserpartnerschaft „Obere Saar“ am 22. Oktober 2012 unter dem Motto „Gemeinsam gegen Hochwasser, Bewusstsein schaffen, Vorsorge treffen, Gemeinsam handeln" als grenzüberschreitende Hochwasserpartnerschaften im gegründet. Da die Partnerschaften eng verbunden sind und gemeinsam tagen, werden sie hier als Hochwasserpartnerschaft Untere Blies - Obere Saar zusammengefasst.

Die Hochwasserpartnerschaft umfasst das Einzugsgebiet der Blies von unterhalb der Stadt Homburg bis zur Mündung in die Saar bei Saargemünd, die Saar bis Völklingen und die grenznahe Saar in Frankreich.

Zur Hochwasserpartnerschaft gehören auf deutscher Seite die Städte und Gemeinden, Blieskastel, Gersheim, Kleinblittersdorf, Mandelbachtal, der Regionalverband Saarbrücken, Völklingen und der Saar-Pfalz-Kreis sowie die Gefahrenabwehr (Feuerwehren, THW). Auf französischer Seite sind die in der Communauté d`Agglomération Sarreguemines Confluences (CASC) integrierten Anrainerkommunen der Blies und der Saar Partner in der Hochwasserpartnerschaft.

Moderator der Hochwasserpartnerschaft ist Herr Clivot, Bürgermeister der Gemeinde Gersheim.

Ansprechpartner und zuständig für alle organisatorischen Fragen ist das HPI .

Als wichtiges Ergebnis des Workshops am 12.2.2020 wurde eine grenzüberschreitende Arbeitsgruppe zur Entwicklung von grenzüberschreitenden Maßnahmen und Kooperationen im Einzugsgebiet der Saar und Blies eingerichtet, die konkrete Maßnahmen ausarbeiten soll, um die grenzüberschreitende Hochwasser- und Starkregenvorsorge voranzubringen. Alle Teilnehmer betonten, dass der grenzüberschreitende Austausch wichtig ist und möglichst schnell umgesetzt werden muss.
Die konstituierende Arbeitskreissitzung "Umsetzung Hochwasserrisikomanagementplan HWP Untere Blies - Obere Saar" fand am 13. Dezember 2021 statt. Der Arbeitskreis wird Ende Januar 2022 erneut zusammenkommen, um in die konkrete Planung einer grenzüberschreitenden Übung einzusteigen.
 

Der letzte Workshop der Hochwasserpartnerschaft Untere Blies - Obere Saar für die deutschen Partner fand am 29. November 2021 in Gersheim statt. Themen der Veranstaltung war die Verbesserung der Notfallplanung für Hochwasser- und Starkregenereignisse auf deutscher Seite, erste Konsequenzen aus der Flutkatastrophe vom Juli 2021 für das Saarland und die  kommunalen Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte. Die französischen Partner nahmen als willkommene Gäste teil.

 

Bislang fanden in den Hochwasserpartnerschaften 13 Workshops zu folgenden Themen statt:

  • Hochwassergefahren, grenzüberschreitende Gefahrenabwehr, Bildung einer Arbeitsgruppe Gefahrenabwehr
  • Gewässerunterhaltung und Hochwasservorsorge
  • Bauvorsorge
  • Hochwasservorsorge in der Landesplanung und der Bauleitplanung
  • Verhaltensvorsorge und Information der Bevölkerung
  • Hochwasserrisikomanagementplan Saarland
  • Hochwasservorsorge bei Industrie- und Gewerbebetrieben / kritische Infrastrukturen
  • Starkregen/Sturzfluten – Was können die Kommunen tun?
  • Ausweisung von Überschwemmungsgebieten im Saarland
  • Hochwasservorsorge im Einzugsgebiet der Blies und Saar – eine Aufgabe für Kommunen und die Bevölkerung
  • Starkregenvorsorge im Saarland
  • Umsetzung der Hochwasserrisikomanagementpläne von Saar und Blies im Saarland und der
  • französischer Maßnahmenplan PAPI im Saareinzugsgebiet.
Die HWP organisierte und unterstützte 2018 eine deutsch-französische Gedenkveranstaltung zum Hochwasser Weihnachten 1993. Die Veranstaltung rief das extreme Hochwasser vor 25 Jahren einer breiten Öffentlichkeit wieder ins Bewusstsein.